Kurzbiografie

Albert Wider gehört zu den bedeutendsten Bildhauern, die das Rheintal hervorgebracht hat. 

Er kam am 28. März 1910 in seinem Bürgerort Widnau an der Rütistrasse als Sohn des einfachen Stickers und Kleinbauern Josef Wider und der Katharina Sieber zur Welt. Nach dem Besuch der Grundschulen in Widnau absolvierte er eine Steinbildhauerlehre. Der Weg zum Künstler führte über die Stationen München, Paris und Rom. Nach seiner Rückkehr ins Rheintal eröffnete Albert Wider 1943 an der Bärenstrasse in Widnau ein eigenes Atelier. Seinem Heimatort blieb er zeitlebens treu; viele seiner Werke strömen einen unverkennbaren Widnauer Charme aus.

Vor allem in den Jahren, die auf den Zweiten Weltkrieg folgten, schuf Albert Wider ein breites Werk, das hauptsächlich aus Bildhauerarbeiten im öffentlichen Raum, Glasgemälden, Kleinobjekten und Buchillustrationen besteht. In stilistischer Hinsicht dokumentieren die Werke den Bildhauer als Kind seiner Zeit mit durchaus eigenwillig gesetzten Akzenten und sicher zeichnender Hand. Scharf geschnittene Gesichter kontrastieren mit rundlicher Körperform, Bewegung mit der beharrenden Ekstase des mystischen Blicks. Formale Gegensätze und trotzdem eine erstaunliche stilistische Homogenität prägen das Werk von Albert Wider und wurden zu seinen unverkennbaren Markenzeichen.

Albert Widers Werk ist stark in der Welt der religiösen Themen und Motive verwurzelt. Sein kirchliches Schaffen ist Ausdruck einer vom Künstler selbst tief erlebten Frömmigkeit. Daneben entstanden zahlreiche Werke weltlichen Inhaltes, die zum Teil mit Humor alltägliche Begebenheiten aufnehmen und eingängig umsetzen. Das Werk Albert Widers wurde letztmals 1960 in Buchform gewürdigt. Bis zum Tod von Albert Wider, am 9. März 1985, ist das Werk beständig gewachsen und um Werkgruppen und neue stilistische Wege bereichert worden.